Heutzutage ist Mangold besonders geschätzt in milden Klimabereichen, wo er den ganzen Winter über frisch geerntet werden kann. In Mitteleuropa mit seinen kälteren Wintern ist aber auch eine Ernte bis Dezember und wieder ab dem zeitigen Frühjahr möglich. Da frisches Gemüse auch in der kalten Jahreszeit stark gefragt ist, kommt der Mangold wieder in Mode. Dabei ist er bei uns kein neues Gemüse, sondern war schon in den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts beliebt.

Späte Sommeraussaaten lassen sich, wenn sie gegen starke Nachtfröste mit Folie geschützt sind, noch einige Wochen ernten. Dann schneidet man den Mangold etwa zehn Zentimeter über dem Boden ab, ohne das Herzblatt zu verletzen. Von allen Seiten werden die Pflanzen zum Winteranfang dick mit Laub eingepackt, so dass nur noch die Spitzen herausschauen. Zeitig im Frühling bildet der Mangold dann frische Blätter.

Beim Mangold wird hauptsächlich zwischen zwei Sorten unterschieden: der Blatt-mangold, zum Beispiel die Sorte „Lukullus“, wird wie Spinat verarbeitet. Der Rippenmangold, wie die Sorte „Glatter Silber“, werden die Stiele wie Spargel gedünstet. Beliebt sind rotstielige Mangoldsorten, wie „Feurio“ und „Vulkan“, von denen Stiele und Blätter zu verwenden sind.

Mangold wird ab Ende März mit Folgesaaten bis in den Juli direkt ins Freiland gesät. Blattmangold erhält einen Reihenabstand von 30 Zentimetern und in der Reihe einen Abstand von 15 Zentimetern. Rippenmangold braucht etwas mehr Platz; der Reihenabstand sowie der Abstand in der Reihe beträgt 40 Zentimeter. Es wird nie zu viel auf einmal ausgesät, da schon ein Quadratmeter Schnittmangold oder 1,5 bis 2 Quadratmeter Rippenmangold für einen vierköpfigen Haushalt genügend Ernte liefern. Nicht nur im Bauerngarten sieht man jetzt die farbigen Mangoldsorten, sie wachsen auch immer häufiger neben Blumen. An Saatgut rechnet man etwas unter zwei Gramm pro Quadratmeter. Die Saatkörner legt man zu dritt oder viert als sogenannte Horstsaat alle 20 Zentimeter circa zwei Zentimeter tief in den Boden. Nach zwei bis drei Wochen keimt die Saat auf.

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Ab Juni oder Juli können die ersten Blätter und Stiele der Frühjahrsaussaat geerntet werden. Dabei schneidet man immer nur die äußeren Stängel ab; die inneren bleiben stehen und wachsen nach. Der im Juli ausgesäte Mangold ist zur Ernte im Herbst und Frühjahr bestimmt.

Lässt man Mangold im zweiten Jahr stehen, schießt er in Blüte und eignet sich gut dazu, selbst Samen zu gewinnen. Um sortenechtes Saatgut zu erhalten, darf aber nur eine Sorte Mangold zur Zeit blühen und gleichzeitig auch keine Rote Bete oder Rüben, da diese Pflanzen sich miteinander kreuzen. Zur Reife wird der Samenträger über dem Boden abgeschnitten und kopfüber zum Trocknen aufgehängt.

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